"BIG EMPTY"-TOUR

THE COLORADAS (USA)

„Big Empty“, das neue Album von The Coloradas kann man in deutscher Sprache fast nur mit den üblichen Phrasen von Authentizität, Purismus, Empfindsamkeit und womöglich sogar Lagerfeuern zu fassen bekommen und wahrscheinlich würde die beiden sich dem noch nicht einmal verwehren. In den USA touren sie in einem Wohnmobil aus den 80er Jahren. Bei Deutschlandtourneen bitten sie ihren Booker, zumindest hin und wieder eine Übernachtungsmöglichkeit auf Campingplätzen einzuplanen. 
Bei dieser ur-amerikanischen Spielart von Folk und Bluegrass geht es nicht um Originalität. Es geht darum, mit der kreativen Energie der Jugend ewige Geschichten fortzuschreiben. Es geht um Variationen von etwas, das immer schon da war. Ein Schwermut, der vor den Trappern und Kuhtreibern schon den frühen Homo sapiens erfasst haben muss, nachdem er sich mit Feuerstein und Zunderschwamm in einer Höhle ein Feuer angezündet hat. 
Die beiden Protagonisten bei The Coloradas heißen Roy Davies und Bernie Nye. Sie spielen auf Banjo und akustischer Gitarre selbstgeschriebene Lieder, die von Sterblichkeit und Liebe handeln, von winzig kleinen Leben in riesigen Familienstammbäumen, die wie Strohfeuer zwischen Kindheit und Alter zu verbrennen scheinen.

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