Vibraphon und Elektronik, Kontrabass und Schlagzeug. Leuchten statt blenden.
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Gäbe es ein Kreuzfahrtschiff der Träume, wäre "Molto" die Bord-Combo. Wenn das
Leipziger Quartett spielt, schäumt die große Welt gleich nach dem ersten Takt um Bug und Heck. In ihren aquarellierten Instrumentals steckt alles, um die Leinwand des Lebens mit dem Firnis universeller Gefühle zu versiegeln. Molto spielen die elegant leichtfüßigste Musik zwischen Jazzinstrumentals, Filmmusik, Postrock, zwischen Saint Tropez und Cinecitta. Und das soll man auch sehen. Molto sind Kavaliere. Sie mögen Anzüge, Handküsse, Jazzbesen, vorgetäuschte Loops, dazwischengereichte Elektronik, die Würde eines Kontrabasses und die Luft
zerstäubende Wirkung eines Vibraphons.
Bert Röhner, Peter A. Bauer, Peter Jimmy Jakubik und Franz Schwarznau könnten alles spielen. Sie könnten mit Virtuosität blenden, mit solistischen Eskapaden verblüffen. Aber als Molto wollen sie nicht blenden, sondern von innen heraus in galanter Unbeschwertheit leuchten. Molto setzen auf Dezenz und Komplexität
gleichermaßen. Sie benutzen ihr Instrumentarium wie Licht und Schatten und inszenieren ein kleines Dorf mit der gleichen Intensität wie eine riesige Metropole.
Vier Instrumente, beschwingt in einem Geiste. So gleiten sie hinfort von der
bekannten Küste, dorthin, wo sich Meer und Himmel im perlenden Blau träumerisch verlieren.

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