"Voller Vorfreude, Dankbarkeit und Inspiration treten sie vor den Vorhang. Der bloße Fakt, dass es sich bei dem was sie tun um einen Energieaustausch mit dem Publikum handelt, dass hier nicht bloß Lied auf Lied abgeliefert wird, sondern ein großer Dialog geschaffen wird, ist Grund zu tiefer andauernder Freude, die sich in den Augen der Musiker bemerkbar macht. Es sind dies Ernst, Kontrabassklarinette, majestätisch wie ein Elch, ganz in Leinen und Leder gehüllt. Stefan, halb geil, halb steif, als hätte er seine angestaubt klingende Fender E-Gitarre aus einem Sumpf geborgen, noch den trockenen Morast zwischen den Tonabnehmern und Potis heraus geprökelt und sie dann an die Röhren-Combo angeschlossen. Christian, hager, analytisch, mit dem Blick fürs Ganze.Er dirigiert die Band durch seine harmonisch und rhythmisch hochkomplexen Eigenkompositionen. Und dann ist da noch Ole. Ein gefallener Engel. Einzig das blonde Haar legt Zeugnis ab von besseren Zeiten, die auch sein vernickeltes "Conn Chu Berry"-Altsaxophon aus den 20ern noch miterlebt haben muss, welches oftmals in ungeahnter Plštzlichkeit von klagender Schönheit zu enigmatisch-int:ellektuellem Presto anschwillt. Genießen Sie also einen spannenden Abend mit personen (4) und folgen Sie der Band in die aufregenden Weiten des kaputten Jazzrock."