Das junge Leipziger Kollektiv widmet sich derzeit den Werken von Cole Porter. In facettenreichen, aber stets ausbalancierten Arrangements wird hierbei der Versuch unternommen, die Geschichten der Broadway Musicals in einem zeitgenössischen Gewand zu erzählen. Die Texte handeln von verlorener und wiedergewonnener (gar käuflicher) Liebe, von der schnell wandelnden Zeit, aber auch von neuen Wagnissen. Letzteres trifft hierbei sicherlich auch auf die ungewöhnliche Besetzung zu, welche für dieses Vorhaben gewählt wurde: Altsaxofon, Kontrabass und Gesang liefern unterschiedlichste Klangfarben, verdichten sich stellenweise zu einem Gemisch aus Obertönen / Luftgeräuschen und greifen schließlich stets doch auch konventionelle Standardformen und Tonsprachen zurück. Oehl/Boguth/Deller steht für frischen Wind in der aufstrebenden Leipziger Jazzszene und fügt sich somit wunderbar in den modernen Klang unserer Zeit ein.

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