Psychedelic Space Jazz
Kontrolliert und zugleich bauchlastig entlockt TILMAN KÖHLER seinem TENOR-SAXOPHON warme und rauchige Farbmodulationen. Insbesondere auf seinem SOPRAN-SAXOPHON kontrastiert er stehende Fixpunke zuweilen mit arabesker Linienführung. Dann wieder reduziert sich alles auf Geräusche unterhalb der Tonerzeugung ? oder konzentrierte Stille.

MORITZ TÖPFER an PIANO und SYNTHESIZER weist viele Farben auf. Auf mal unerbittlichen und mal verspielten Minimalismus folgen dann wieder lyrische Passagen, in denen er improvisatorisch frei aus dem Fundus solider klassischer Ausbildung schöpft. Die Zwiesprache der Manuale von Piano und Keyboards erweitern das Trio um eine vierte eigenständige und eigensinnige instrumentale Soundvariable.

MICHAEL GRAMM bildet das dritte Element. Mit spannungsvollen Grooves oder auch weckenden Gegenschlägen erdet er die Abhebenden oder gibt dem Ganzen ein Fundament, an dem man sich reiben und an das man sich anlehnen kann. Jedoch bewegt sich auch das SCHLAGZEUG ohne definierte Ortsgebundenheit, ist somit auch Feuer, Luft und Wasser, wenn es Saxophon und Tastenklänge nur umzüngelt, umhaucht oder umtröpfelt. Rhythmen und Tempi können flexibel und fließend ineinander übergehen. Dann wieder tritt das Schlagzeug in den Hintergrund der Farbräume.
(Jochen Deutsch)

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