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ALIN COEN

Eine tolle Stimme und ergreifende Songs. Wunderbare Musik. So begeistert urteilen Kritiker und Fans über Alin Coen. Ihre zart-melancholischen, zugleich aber auch starken und selbstbewussten Lieder über das Hoffen und Scheitern, das Lieben, Trennen und das Zurückbleiben gehen direkt ins Herz.

Ihre warme Ausstrahlung und beeindruckende Bühnenpräsenz scheinen der 26-Jährigen in die Wiege gelegt worden zu sein. Das mag erklären, wie die Autodidaktin ihr Publikum schlagartig in den Bann zieht, sobald sie zu den ersten Picking-Klängen singt. Irgendwo zwischen Akustik, Funk, Pop, Folk und Jazz zuhause, leistet sich Alin Coen dabei einen Luxus, für den außer ihr nur wenige Musikerkollegen hierzulande (wie etwa Sven Regener von Element Of Crime) den Mut finden Sie singt auf Englisch und wenn der Song danach verlangt, auch auf Deutsch.

Der internationale Appeal überrascht nicht. Alin Coen, die vier Sprachen spricht und es gewohnt ist, über Grenzen hinweg zu denken, ist die Tochter einer deutschen Ärztin und eines mexikanischen Kunstmalers; ihre Großmutter war Opernsängerin. Schon früh reiste sie nach Indien, Osttimor und Kanada, lebte ein Jahr in Australien. Bei einem Workshop in Schweden schließlich passierte es Die damals 19-Jährige schon als Kind am Klavier klassisch geschult entdeckte ihr Talent als Komponistin und Gitarristin. Zunächst orientierte sie sich an der großen Ani DiFranco, heute nennt sie als weitere Vorbilder den Amerikaner Jeff Buckley, die Kanadierin Leslie Feist sowie Grönlands Superstar Björk.

Mit ihnen gemein hat Alin Coen die die Leidenschaft für atmosphärisch dichte Musik, die stets unterwegs ist zu neuen Ufern. Im Stück Wolken etwa heißt es Ist dein Wesen für alle so schwer zu lesen? Und wenn du dann gehst, schau ich dir nach, schau wie das Ende verdreht, was der Anfang versprach. Das Wetter wird wieder wolkig bis heiter. Die Wolken ziehn weiter. Ihre fast zerbrechlichen Songfragmenten setzt die Musikerin auf der Bühne gerne mit mehrköpfiger Band, mitunter sogar einem ganzem Orchester um und immer wieder gibt es neue Klang- und Gefühlswelten zu entdecken, wie im Rahmen einer Tim-Mälzer-Show unlängst gleich 2500 Zuhörer in Erfurt feststellen durften. Wenn man Alin Coen live erlebt, kommt man aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus, wunderte sich die Fachzeitschrift melodie & rhythmus nach einem umjubelten Auftritt. Dass diese Frau noch kein Label gefunden hat, ist nicht zu verstehen.

Das muss freilich nicht so bleiben. Doch bis es so weit ist, geht die Ausnahmeerscheinung Alin Coen auf Tournee und wird im Blue Note von Jan Frisch (Gitarre) unterstützt.
(Text Thomas Östreicher)

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