Live on stage!
Wag es, uns noch einmal ‚Hochzeitsband‘ zu nennen!“, droht Martin Krümmlings Blick für einen Moment. Aber Hey Jetman sind auf so viele Arten eben auch das. Nur dass ihr Programm eben aus einem Paralleluniversum kommt, aus modernen Versionen nie gehörter Riesenhits besteht. Man lässt sich noch einmal hineinfallen in längst vergangene Jahrzehnte und singt jedesmal mit, wenn der Refrain zum zweiten Mal kommt. Und findet sich in jemandes Arm, wenn die Ballade zündet. Wo das Frühwerk unsterblicher Helden heute vom Formatradio erstickt wird und ihr Spätwerk zwischen Altersmilde und Altersstarrsinn unspannend rumexistiert, lassen sich Hey Jetman nicht beeindrucken. Sie setzen am Frühwerk an, nehmen es auseinander, setzen es neu zusammen. Eine Nostalgie ohne Stillstand. Ein tanzender Beat, ein beweglicher Bass, eine punktgenaues Allesandere. Hätten Hey Jetman ihre Lieder vor dreißig, vierzig Jahren geschrieben, sie kämen uns heute zu den Ohren raus. Aber hey, gute Nachrichten! Diese Lieder sind neu, klingen toll alt, sind einfach zuhause in unserer Zeit und unserem Leben. Man kann sich für teures Geld in großen Hallen auf harte Stühle setzen, um Phil Collins, Joe Jackson, Billy Joel auch mal live gesehen zu haben. Hey Jetman aber laden zum Tanz ein, sind quicklebendig und das Bier ist auch nicht so teuer. Und Bonus: Wer sich jetzt in sie verliebt, muss nicht Angst haben, dass sie morgen schon ihre Abschiedstour spielen. Eventuell heiratet ihr ja sogar.

... zum Bandprofil